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Neue und alte Techniken der Radierung und Edeldruckverfahren

Umfangreichere Informationen finden Sie im Buch.
Sie erhalten das Buch in der mehrfach erweiterten 6.Auflage 2010 mit 230 Seiten
bei Amazon, im Buchhandel oder versandkostenfrei (BRD) im Direktversand
ISBN 978-3000-356-193

 

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Inhaltsübersicht
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Farbe und Farbenherstellung:

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Historische Druckfarben

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Preissig nennt als Farben: gebrannte Siena, Karmin, Kobaltblau, Pariser Blau, helles Chromgelb, Gelblack, ungebrannte Siena, Umbra, Lampenschwarz, Kremserweiß und Mischweiß.

Gutenbergs Farbmischung um 1440 bestand weitgehend aus Ruß (17-22%) und Leinöl als Bindemittel. Diese Mischung bestimmt noch heute weitgehend die Druckverfahren. Füllstoffe und Mineralöle haben jedoch den pflanzlichen Anteil ersetzt. Umweltbewusste Drucker kommen zu den Wurzeln zurück, Wachse und pflanzliche Öle werden vermehrt auch im Zeitungsdruck eingesetzt.

Technische Druckfarben

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Tiefdruckfarben

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Es gibt für den Kupferdruck spezielle Farben. Kupferdruckfarbe ist über Malergeschäfte, Künstlerbedarfshandel und Versandhandel fertig gemischt erhältlich. Die Farbe muss pigmentreich, lichtbeständig und leicht wischbar sein. Handelsübliche Kupfertiefdruckfarbe entspricht meist diesen Anforderungen. In Tiefdruckereien wird dünnflüssige, lösungsmittelhaltige Farbe mit hoher Trockengeschwindigkeit verwendet. Diese enthält das giftige Toluol. Die Farbpigmente müssen äußerst fein sein. Die meisten käuflichen Farben sind heute Wassertiefdruckfarben ohne Lösungsmittel. Ölfarbe kann nicht verwendet werden. Nach einiger Zeit schlägt das Öl aus der Farbe und es bilden sich Fettmonde auf dem Papier.

„kurze“ und „lange“ Farben

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Tiefdruckfarbe bezeichnet man als „kurze Farbe“. Diese Bezeichnung kommt daher, dass beim Zusammendrücken der Finger mit Farbe und Auseinanderziehen nur relativ kurze Zeit bleibt, bis der Kontakt abreißt, während sich bei „langen“ Farben ein Fädchen bildet. Die richtige Farbkonsistenz ist für den optimalen Qualitätsdruck ausschlaggebend. Die Farbe muss mit den Hilfsstoffen Firnis und Magnesia richtig „eingestellt“ werden. Zugabe von Firnis macht die Farbe „länger“, Magnesia macht sie „kürzer“ oder „strenger“ (trockener).

Farbpigmente

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Wer sich die Farbe aus Pigmenten selbst mischen will, kann sich die Zutaten aus den folgenden Tabellen zusammenstellen:

Eine Warnung vorneweg:

Ich habe mich bemüht, herauszufinden, welche Farben giftig sind. Dabei bin ich jedoch auf Angaben in der Literatur angewiesen. Farben, die nicht als giftig gekennzeichnet sind, können es durchaus sein. Für den Umgang mit Farbpulver gelten die allgemeinen Regeln für den Umgang mit Chemikalien:

Stäube nicht einatmen, bei der Arbeit nicht essen oder rauchen, Hände und Kleidung schützen, kindersicher aufbewahren!

Abkürzungen

Farbbeständigkeit:

Lichtechtheit nach internationaler Wollskala:

8= hervorragend, 7=vorzüglich, 6=sehr gut, 5=gut, ......1= geringe Beständigkeit

Für Künstlerfarben, deren Ergebnisse länger als ein Pullover ansehnlich bleiben sollen, muss man Stufe 7 oder 8 verlangen. (bei Schmincke-Farben lauten die Abkürzungen **TTT=höchste, T=ausreichende Beständigkeit, andere Hersteller kennzeichnen mit Sternchen)

Giftigkeit:

+= giftig, ++= sehr giftig

Herkunft

nM= natürliche Mineralfarbe,

kM= künstliche Mineralfarbe,

syn.= synthetisch-organische Farbe1

org.= organische Farbe

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Farbstoff

Chemische Zusammensetzung und Hinweise

Farb-echt-heit

Giftig?

Herkunft

Deck/ Lasur

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Casseler Braun

Siehe Kasseler Braun

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Chinacridonrot

Echtpurpur, Permanentrosa, Purpurrot, Echt-Krapprot, Rubinlack, Karmin, Karminlack, tiefrote Farbtöne, relativ gut deckend

8

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syn.-org..

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Chinesisch Gelb

Siehe Ocker

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Chinesisch Rot

Siehe Zinnober

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++

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Chromate

Z.B. Barytgelb - alle Chrom-6-Verbindungen gelten als krebserzeugend!

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Chromblauoxid

Kobalt-Chrom-Verbindung

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++

kM

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Chromgelb

Chromsaures Eisenoxid, darf nicht mit schwefelhaltigen Farben gemischt werden, gut deckend und lichtecht.

7

++

kM

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Chromorange

Chromgelb-Abart, ist wegen Giftigkeit (krebserzeugend) nicht mehr im Handel

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+++

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Chromoxidgrün, feurig

Mittlergrün, Emeraldgrün, Pannetiersgrün, Chromoxidhydrat, nicht in Acryl

8

++

kM

L

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Chromoxidgrün, stumpf

Chromoxyd

8

++

kM

D

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Chromrot

basisches Bleichromat

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+

kM

.
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Coelinblau

Kobaltstannat und Kobalt-Aluminiumoxyd, gute Deckkraft, gemahlenes Kobaltglas

8

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kM

DL

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Deckgrün

Mischfarbe

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Deckweiß

In vielen Fällen Lithophone, Zinksulfid

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kM

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Diamantgrau

Mischfarbe

. . . .
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Drachenblut

org. Farblack

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org..

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Echtgelb

Siehe Permanentgelb

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Eisengelb

Siehe Oxidgelb

. . . .
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Eisenmennige

hauptsächlich Eisenoxid

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kM

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Eisenrot

Siehe Oxidrot

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Eisenoxidrot

Siehe Oxidrot

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Angaben zu Farben mit den Anfangsbuchstaben F - Z finden Sie im Buch ....

Bindemittel

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Farbpigmente werden mit Bindemitteln vermengt und damit auf dem Malgrund „festgeklebt“. Je nach Verfahren bzw. Mal- oder Drucktechnik sind andere Bindemittel verwendbar. Grundsätzlich werden wässrige und nichtwässrige Bindemittel unterschieden. Oft werden mehrere Bindemittel gemischt, man spricht von einteiligen, zweiteiligen oder mehrteiligen Bindemitteln. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die gebräuchlichsten Bindemittel.

Beispielmischungen

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Kaltgepresstes Leinöl ist zur Farbmischung gut geeignet.

Für Tiefdruckfarbe verwendet Hayter gekochtes Leinöl für „intaglio“-Farbe.
Das Öl wird hierzu 4-6 Stunden am Siedepunkt gekocht, es gibt eine heftige Oxidation, während der das Öl gewöhnlicherweise spontan zu brennen beginnt. (Feuergefahr! Feuerlöscher!) Wenn das Öl erkaltet, ist es grünlich, sehr viskos und hat den Geruch von „acrylic acid“.

„Litho varnish“, langsam trocknend gibt Farben Dichte und Transparenz.

Weitere Farbzusätze:

- Sonnenverdicktes Öl

- Venezianisches Terpentin

- Magnesia

- Cobalt


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Neue und alte Techniken der Radierung und Edeldruckverfahren
Tipps, Tricks, Anleitungen und Rezepte aus fünf Jahrhunderten
erfahren, erlesen, erfunden und gesammelt von Wolfgang Autenrieth

* 6. erweiterte Auflage 2010
* 230 Seiten
* 120 Abbildungen & 13 Tafeln
* 700 gr
* 29,5 x 21 cm
* 29 €uro
* ISBN 978-3-00-035619-3

* Bezugsquellen

Leseproben(PDF):
* Grundlagen
* Reservage
* Edeldruckverfahren
* Chemikalienverzeichnis
* Inhaltsverzeichnis

Kommentare // Bewertungen

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Vorsicht - Chemie! Die angegebenen Chemikalien sind zum Teil krebserzeugend und lebensgefährlich giftig!! Die Anwendung der Rezepte erfolgt auf eigene Gefahr. Lesen Sie unbedingt das Kapitel: Vorsicht Chemie! sowie Impressum, AGB, Copyright, Warnhinweise und Disclaimer
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